„Erst sanieren, dann über den Therapieweg entscheiden.“
Wann ist bei Knochen- und Gelenkinfektionen eine orale Antibiotikatherapie möglich? Wann bleibt eine intravenöse Behandlung notwendig und für welche Patientinnen und Patienten kommt APAT infrage?
Diese Fragen standen gestern im Mittelpunkt unseres APAT Connect Roundtables.
Dr. med. Felix Werneburg vom Universitätsklinikum Halle (Saale) erläuterte die medizinischen Entscheidungswege bei orthopädischen Infektionen. Im Fokus standen die operative Infektsanierung, die Auswahl einer geeigneten Antibiotikatherapie und die individuellen Voraussetzungen der Patientinnen und Patienten. Anhand eines konkreten Falls einer periprothetischen Infektion machte er die einzelnen Entscheidungen anschaulich.
Eine zentrale Erkenntnis: Wenn medizinisch möglich, sollte eine orale Sequenztherapie bevorzugt werden. Ist weiterhin eine intravenöse Behandlung erforderlich, ist APAT unter geeigneten Voraussetzungen eine wichtige ambulante Versorgungsoption.
Jeannette Gühne, Homecare-Expertin bei Medipolis, ergänzte den fachlichen Impuls um eine Auswertung aktueller APAT-Versorgungsfälle aus unserer Praxis.
Vielen Dank an unsere beiden Referierenden und alle Teilnehmenden für den fachlichen Austausch!
APAT Connect Roundtable
Digitales Netzwerktreffen zur ambulanten parenteralen Antiinfektivatherapie (APAT)
Der APAT Connect Roundtable ist ein interaktives, digitales Netzwerkformat, dass Raum schafft für regelmäßigen fachlichen und praxisorientierten Austausch zu aktuellen Entwicklungen, konkreten Fällen, Erfahrungen und Lösungsansätzen aus dem APAT-Versorgungsalltag.