Konakion Mm 10 mg Lösung (10 stk)

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Originalprodukt von Roche Pharma AG PZN: 04273031

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Anwendungsgebiet von Konakion Mm 10 mg Lösung (Packungsgröße: 10 stk)

  • Das Arzneimittel ist ein Vitamin zur Verhinderung von Blutungen (Antihämorrhagikum).
  • Gesichertes Anwendungsgebiet ist ausschließlich die Behandlung von Vitamin-K-Mangelblutungen sowie die Vorbeugung von Vitamin-K-Mangelzuständen, die ernährungsmäßig nicht behoben werden können.
  • Dazu gehören:
    • Prophylaxe eines Vitamin-K-Mangels für das Neugeborene durch Vitamin-K-Gabe an die Schwangere vor der Entbindung, wenn sie Antikonvulsiva, Tuberkulostatika oder Cumarinderivate eingenommen hatte.
    • Prophylaxe eines Vitamin-K-Mangels bei Patienten mit Risikofaktoren für die Entwicklung eines Vitamin-K Mangels, sobald der INR über die Normgrenze ansteigt.
    • Vitamin-K-Therapie bei Patienten mit Vitamin-K-Mangelblutung, die zumeist mit einem INR >/= 5 einhergehen. Die Vitamin-K-Mangelblutung kann durch einen echten Vitamin-K-Mangel oder durch eine zu hohe Dosierung von Cumarinderivaten verursacht sein.

Wirkstoffe / Inhaltsstoffe / Zutaten

10 mg Phytomenadion
3-sn-Phosphatidylcholin (Sojabohne) Hilfstoff (+)
Glycocholsäure Hilfstoff (+)
Natrium hydroxid Hilfstoff (+)
Salzsäure, konzentriert Hilfstoff (+)
Wasser, für Injektionszwecke Hilfstoff (+)

Gegenanzeigen

  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Phytomenadion (Vitamin K1), oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
    • bei Neugeborenen; zur Vorbeugung des Morbus haemorrhagicus neonatorum steht eine andere Wirkstärke zur Verfügung.

Dosierung

  • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal getroffenen Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihr Arzt nicht anders verordnet hat.
  • Vorbeugung eines Vitamin-K-Mangels
    • Für Schwangere, die Antikonvulsiva oder Tuberkulostatika einnehmen:
      • 10 bis 20 mg Vitamin K1 (1 bis 2 ml) oral 48 Stunden bis einige Stunden vor der Entbindung.
  • Vitamin-K-Behandlung
    • Bei schweren oder lebensbedrohlichen Vitamin-K-Mangelblutungen (z. B. während einer Antikoagulanzientherapie) muss Vitamin K1 langsam (mindestens 30 Sekunden) intravenös in einer Dosierung von 5 bis 10 mg (1 Ampulle enthält 10 mg Vitamin K1) zusammen mit Gefrierfrischplasma oder einem Prothrombinkomplexpräparat (30 E/kg) verabreicht werden. Die Vitamin-K1-Dosis kann nach Bedarf wiederholt werden.
  • Dosierungsempfehlungen zur Vitamin-K1-Therapie bei Patienten mit asymptomatisch hohem INR mit oder ohne leichte Blutungen
    • Antikoagulanz: Phenprocoumon
      • INR: 5 - 9
        • Vitamin K1, oral: 2,0 bis 5,0 mg
        • Vitamin K1, intravenös: 2,0 bis 5,0 mg
      • INR: > 9
        • Vitamin K1, oral: 2,0 bis 5,0 mg
        • Vitamin K1, intravenös: 2,0 bis 5,0 mg
        INR: > 10
        • Vitamin K1, oral: nicht empfohlen
        • Vitamin K1, intravenös: Individuelle Dosisanpassung
    • Antikoagulanz: Warfarin
      • INR: 5 - 9
        • Vitamin K1, oral: 1,0 bis 2,5 mg zur initialen Aufhebung; 2,0 bis 5,0 mg zur schnellen Aufhebung; (zusätzlich 1,0 bis 2,0 mg, wenn der INR nach 24 Std. noch erhöht ist)
        • Vitamin K1, intravenös: 0,5 bis 1,0 mg
        INR: > 9
        • Vitamin K1, oral: 2,5 bis 5,0 mg (bis zu 10,0 mg)
        • Vitamin K1, intravenös: 1,0 mg
    • Antikoagulanz: Acenocoumarol
      • INR: 5 - 8
        • Vitamin K1, oral: 1,0 bis 2,0 mg
        • Vitamin K1, intravenös: 1,0 bis 2,0 mg
        INR: > 8
        • Vitamin K1, oral: 3,0 bis 5,0 mg
        • Vitamin K1, intravenös: 1,0 bis 2,0 mg
    • Für niedrige Dosen können eine oder mehrere 2 mg Ampullen (2 mg/0,2 ml, gleiche Lösung) verwendet werden.
  • Dosierungsempfehlungen zur Vitamin-K1-Therapie bei Patienten mit schweren und lebensbedrohlichen Blutungen
    • Antikoagulanz: Phenprocoumon
      • Kondition: schwere Blutung, INR < 5,0
        • Vitamin K1, intravenös: 5,0 mg
        • Begleittherapie: PCC
      • Kondition: schwere Blutung, INR > 5,0
        • Vitamin K1, intravenös: 10,0 mg
        • Begleittherapie: PCC
    • Antikoagulanz: Warfarin
      • Kondition: schwere Blutung
        • Vitamin K1, intravenös: 5,0 bis 10,0 mg
        • Begleittherapie: FFP oder PCC
      • Kondition: lebensbedrohliche Blutung
        • Vitamin K1, intravenös: 10,0 mg
        • Begleittherapie: FFP, PCC oder rekombinanter Faktor VIIa
    • Antikoagulanz: Acenocoumarol
      • Kondition: schwere Blutung
        • Vitamin K1, intravenös: 5,0 mg
        • Begleittherapie: FFP, PCC oder Prothrombinkonzentrate und Faktor VII
    • FFP: Gefrierfrischplasma
    • PCC: Prothrombinkomplexkonzentrat
  • Bei Patienten mit Aufnahmestörungen:
    • Patienten mit Aufnahmestörungen (z. B. ungenügende Aufnahme von Nahrungsbestandteilen aus dem Verdauungstrakt [Malabsorption], Kurzdarmsyndrom, Bauchspeicheldrüsenerkrankung) ist eine parenterale Anwendung zu empfehlen, wobei die Dosierung der oralen Anwendung entspricht. Kommt es innerhalb von 3 bis 6 Stunden nicht zu einer ausreichenden Absenkung des INR-Wertes auf ca. 2 oder nicht zum Stillstand der Blutung, so ist eine zweite, eventuell größere Dosis von Vitamin K1 zu geben.
  • Ältere Patienten
    • Ältere Patienten neigen dazu, auf die Aufhebung der Antikoagulantien mit dem Arzneimittel empfindlicher zu reagieren. Für diese Patienten sollte die Dosierung im unteren Bereich der Empfehlung liegen.
    • Kleine Dosen von 0,5 bis 1,0 mg Vitamin K1, intravenös oder oral verabreicht, zeigen eine wirksame Abnahme des INR bis < 5,0 innerhalb von 24 Stunden.
  • Kinder über 1 Jahr
    • Die optimale Dosierung sollte vom behandelnden Arzt aufgrund der Indikation und des Gewichtes des Kindes festgelegt werden. Eine Einzeldosis von 1/10 der intravenösen Viramin-K1-Dosis eines Erwachsenen führte zu einer wirksamen Aufhebung des asymptomatisch hohen (> 8) INR bei klinisch gesunden Kindern.
  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
    • Auch nach massiver Überdosierung sind bisher keine toxischen Erscheinungen bekannt geworden. Die Wiederaufnahme der Gerinnungshemmung kann beeinträchtigt sein.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


Konakion Mm 10 mg Lösung (Packungsgröße: 10 stk) sind apothekenpflichtig und können in Ihrer Versandapotheke www.medipolis.de erworben werden.


Hersteller: Roche Pharma AG,

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