Schlaf -
ein faszinierendes Phänomen
Rund 25 Jahre unseres Lebens verschlafen wir einfach. Doch Schlaf ist keine Zeitverschwendung, sondern lebensnotwendig für unseren Organismus. Er erholt sich, um den Stoffwechsel und das Immunsystem zu harmonisieren. Durch das Träumen wird zusätzlich unser Nervensystem entlastet.
Die Reise durch die Nacht
Kopf und Körper durchlaufen während des Schlafs verschiedene Phasen: vom leichten Traumschlaf bis hin zum reglosen Tiefschlaf. Diesen Weg nimmt der Mensch innerhalb einer Nacht gleich mehrmals hintereinander: Vier bis sechs solcher Schlafzyklen reihen sich pro Nacht aneinander. Jeder Zyklus dauert rund 90 Minuten.
Der Schlaf wird grob in drei Phasen unterteilt, die sich durch unterschiedlich stark ausgeprägte Hirnströme unterscheiden lassen: Leichtschlaf, Tiefschlaf und die sogenannte REM-Phase (REM = rapid eye movement). In dieser Phase bewegen sich die Augen des Schlafenden schnell und ruckartig. Das REM-Stadium wird auch als "Traumschlaf" bezeichnet.
Jeder Mensch träumt in der Nacht, auch wenn die Erinnerung am nächsten Morgen nicht mehr vorhanden ist. Gehirnforscher und Psychologen gehen davon aus, dass das Träumen der unbewussten Verarbeitung des Tageserlebens dient.
Unsere innere Uhr
Wann wir müde werden und schlafen wollen, regelt unsere "innere Uhr". Diese steuert unseren Wach-Schlaf-Rhythmus und weitere biologischen Prozesse. In unserem Körper ticken Milliarden kleine, biologische Uhren: Sie geben den Takt vor, nach dem wir leben. Die Hauptuhr sitzt jedoch im Gehirn.
Ausgangspunkt ist ein Nervenknäuel mitten im Gehirn: der so genannte suprachiasmatische Nukleus, kurz SCN. Dieser Hirnkern ist etwa so groß wie eine Erbse. Er regelt das Zusammenspiel der verschiedenen inneren Uhren. Er reagiert auf die Abwesenheit des Tageslichts und veranlasst, das Schlafhormon Melatonin auszuschütten.
äußere Umstände
- Wetter
- zu warm (>18°C)
- zu helles Zimmer
- schnarchender Partner
- unbequemes Bett
persönliche Umstände
- Stress
- Fernsehen
- schweres Essen am Abend
- Nikotin, Kaffee, Alkohol
- belastende Gedanken
- Depression, Angst
- Krankheiten
- Verzichten Sie auf Kaffee, Cola, schwarzen & grünen Tee nach dem Mittagessen deren Wirken kann nämlich bis zu 14 Stunden anhalten.
- Meiden Sie Alkohol vorm Zubettgehen
- Essen Sie nicht zu spät. Wenn Sie mit vollem Bauch ins Bett gehen, müssen Magen und Darm eine Nachtschicht einlegen.
- Keine Zigaretten am Abend. Nikotin regt Hirn und Körper an und stört den Schlaf.
- Lassen Sie den Tag langsam ausklingen. Zwei Stunden vor dem Schlafengehen sollten Sie nicht mehr geistig arbeiten.
- Schauen Sie nachts nicht auf die Uhr. Das lässt Sie rechnen und planen und Sie werden wacher.
- Naschen Sie nicht in der Nacht. Ihr Körper gewöhnt sich daran.
- Schalten Sie kein Licht an, wenn Sie nachts aufwachen. Die Helligkeit macht Sie wach und bringt Ihre innere Ruhe aus dem Takt.
- Richten Sie ihr Schlafzimmer gemütlich ein. Achten Sie auf eine Temperatur zwischen 16 und 18 Grad, verdunkeln Sie die Fenster und räumen Sie Lärmquellen aus dem Weg
- Verzichten Sie auf einen ausgiebigen Mittagsschlaf. Er reduziert das nächtliche Schlafbedürfnis.
- Gehen Sie erst dann zu Bett, wenn Sie wirklich müde sind.
- Stehen Sie morgens immer zu gleichen Zeit auf, möglichst auch am Wochenende und im Urlaub. Das stabilisiert den Schlaf-Wach-Rhythmus.
- Quälende Gedanken hindern Sie am Einschlafen. Legen Sie ein Tagebuch an, um sich am nächsten Tag darum zu kümmern.
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Schlafstörungen erkennen und richtig behandeln
Von einer Schlafstörung spricht man erst, wenn die Probleme 4 und mehr Wochen andauern und zu einer deutlichen seelischen und körperlichen Beeinträchtigung führen.
Ist dies der Fall, raten wir Ihnen, einen Arzt aufzusuchen!
Wenn man gelegentlich schlecht schläft, dann ist das völlig normal, da dies bei den meisten Menschen so ist. Gelegentliche Schlafstörungen bedürfen keiner Behandlung. So wie man auch nicht jeden Tag seelisch gleich "gut drauf ist", so gibt es eben auch völlig normale Schwankungen in unserem Schlaf.
Es gibt Präparate aus Heilpflanzen, wie z.B. Hopfen und Baldrian, die Ihnen bei der Bewältigung von gelegentlichen Schlafstörungen helfen. Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel, beruhigende Tees und Schlaftrünke können dazu beitragen, dass Sie wieder zu mehr Ruhe und Gelassenheit finden
Es gibt im Wesentlichen drei Arten von Schlafstörungen:
- Einschlafstörung
- Durchschlafstörung
- Ausschlafstörung
Viele Menschen befürchten oftmals gesundheitliche Schäden und machen sich große Sorgen, wenn sie mehrere Nächte schlecht geschlafen haben. Dem ist jedoch nicht so. Aus Untersuchungen weiß man, dass selbst völliger Schlafentzug zu keinen körperlichen Schädigungen führt und die seelischen und körperlichen Beeinträchtigungen wieder verschwinden, wenn sich der Schlaf normalisiert.
Woraus schließen Sie,
dass Sie eine Schlafstörung haben?
Wenn Sie direkt nach dem Aufwachen oder Aufstehen beurteilen, ob Sie in der vorangegangenen Nacht schlecht geschlafen haben, dann schätzen Sie mit ziemlich großer Sicherheit die Qualität und Menge Ihres Schlafes falsch ein.
Je nachdem, in welcher Schlafphase (im leichten, tiefen oder Traumschlaf) Sie durch Ihren Wecker aus dem Schlaf gerissen werden, ist Ihr Befinden verschieden.
Werden Sie gerade aus dem Tiefschlaf geweckt, dann ist es völlig normal, dass Sie einige Zeit noch schlaftrunken sind und etwas Zeit brauchen, bis Sie geistig und körperlich voll da sind. Werden Sie aus einem Traum gerissen, dann fühlen Sie sich zunächst matt und müde, da im Traumschlaf die Muskulatur Ihres Körpers erschlafft ist. Wenn Sie am Abend zuvor Schlaftabletten genommen haben, dann fühlen Sie sich morgens wahrscheinlich wie benebelt und brauchen längere Zeit, bis Sie wach sind.
Aus diesen Gründen sollten Sie erst zwei oder drei Stunden nach dem Aufstehen darüber urteilen, ob Sie vergangene Nacht schlecht oder gut geschlafen haben. Wenn Sie sich also 2 bis 3 Stunden nach dem Aufstehen ausgeruht und leistungsfähig fühlen, dann hatten Sie genügend Schlaf.
Außerdem können Beschwerden wie Müdigkeit, Schlappheit und Unkonzentriertheit auch andere Ursachen haben, etwa eine Virusinfektion oder einen niedrigen Blutdruck.
Ursache der meisten Schlafstörungen sind Konflikte, persönliche, berufliche, familiäre und zwischenmenschliche Probleme und Belastungen, sowie verschiedene Medikamente!



